Lourdes-Grotte und Kreuzweg erfolgreich gereinigt.
Eine über die örtlichen Grenzen hinaus bekannte marianische Gebetsstätte, benannt nach den Marienerscheinungen 1858 in Lourdes (Frankreich) besteht in Oberlauda nun schon seit 120 Jahren: die Lourdesgrotte. Entstanden ist sie ausschließlich durch private Initiativen und damit selbst eine „Zeitzeuging“ der damaligen Volksfrömmigkeit. Als Standort wurde ein idyllisch gelegener, gemeindeeigener Platz am Rande des „Haag“-Waldes gewählt. Das Projekt ging, bis heute und ohne irgendeine vertragliche Regelung, auf die Kirchengemeinde über. Zur Grotte gehört natürlich auch der Weg dahin, der „Kreuzweg“, der an Ende der Talstraße beginnt. Mittlerweile ist es der 3. und inzwischen mit robusten und wetterfesten Betonstationen ausgestattet.
Zu den regelmäßigen Unterhaltungsarbeiten gehören unter anderem auch die Regenabwasser-Ableitung bis zur Talstraße, die bauliche Neugestaltung des zum Fahrweg hin aufsteigenden Grottenplatzes (gärtnerische Anlegung), die Pflege des Kreuzweges und der gesamten Anlage.
Unabhängig davon waren aber auch sonst immer wieder kleinere oder größere Maßnahmen in und außerhalb der Grotte notwendig. Die gesamte gärtnerische Pflege erledigen Pfarrangehörige ehrenamtlich, der Erlös aus dem Kerzenverkauf vor Ort deckt lediglich den sächlichen Aufwand. Ebenfalls auf freiwilliger Basis sorgt die Pfarrgemeinde zusammen mit der Eigenleistung vieler Pfarrangehöriger mindestens zweimal im Jahr für die Sauberhaltung des Kreuzweges (mit Entwässerungsleitung) und der gesamten Grottenanlage.
Ein großer Dank an alle Helfer!
In der letzten Woche war es dann wieder einmal so weit, die „Grotte“ wurde für den Frühling hergerichtet, von freiwilligen Helfern zwischen 7 und 87 Jahren, ist sie doch ein gern besuchtes Vorzeigeobjekt der Pfarrgemeinde und der Stadt Lauda-Königshofen und in unregelmäßigen Abständen Gebetsort für verschiedene gottesdienstliche Anlässe im Verlauf eines Kirchenjahres. Für Wanderer und Spaziergänger ist sie immer ein willkommener Ort für ein kurzes Innehalten oder stilles Gebet mit Vogelgezwitscher oder dem Rauschen der Bäume im Hintergrund.
Text und Bild: Reinhard Haas

